Bier-Tümpel-Club feiert 44Bei einem Faschingsverein fallen auch die Jubiläen anders als gewohnt. Statt fünfzig Jahre zu begehen, werden beim Bier-Tümpel-Club Garitz vier Mal elf Jahre groß geschrieben. Und die beging der Verein mit einem weiß-blauen Oktober-Fest in der Turnhalle.

Und die beging der Verein mit einem weiß-blauen Oktober-Fest in der Turnhalle. Der Startschuss fiel mit Michl Müllers zweistündigem Kabarett-Frühschoppen. Den Schlusspunkt setzte die Oktober-Fest-Band Exxtra weit nach Mitternacht.

Nicht gestreckt über drei Festtage, sondern lieber gebündelt und intensiv – so entschieden sich die Verantwortlichen des BTC, als es um die krumme Vereinsfeier ging. Dabei blieben sie aber in der Tradition des Karnevals, der mit der Zahl elf entverbunden ist und vier mal elf ist 44. Pünktlich um elf Uhr – wann sonst? – begann der Jubiläumstag mit der Begrüßung durch Vorsitzenden Manfred Alles. In einer kleinen Zeitreise informierte Alles die Gäste über die Geschichte des BTC, die am 13. September 1963 begann und drei Jahre später mit der ersten Elferratssitzung im Gasthaus zum Hirschen die eigentliche Bestimmung erhielt.

Michl Müller gratulierte zuerst

Erster Gratulant war Michl Müller, der seine Karriere in der Bütt des BTC startete und immer noch Garant für tolle Einlagen bei den Elferratssitzungen ist. Lob gab es vom ihm für das Ambiente mit weiß-blauer Okoberfest-Stimmung und Käfer-Zelt im Schulhof. Sinnigerweise war der Schlachthof mit „Echte Körper“ der Ausgangspunkt für seine scharfzüngigen Anmerkungen zur Kommunalpolitik. Die Werbeplakate erinnerten ihn an die ersten Wahlplakate im März 2008. Es ging vom CSU-Kasperle-Theater zum Schweige-Gelübde der SPD, zur DBK mit Johanna von den Deckchen oder der Spaß-FDP mit einem Spaß-Kandidaten.
Von da war es nur ein kleiner Sprung auf die bayerische Ebene, wo Markus Söder als „Rettichbrot der CSU“ – scharf und verursacht Blähungen – herhalten musste.

120 Minuten Dampfplauderei

Aus seinem mittlerweile umfangreichem Fundus an politischem Spott-Potenzial schöpfte Michl Müller vor einem begeistert mitgehenden Publikum und betonte immer wieder: „Die Franken sind auf dem Vormarsch!“. Das begründete er unter anderem mit Gabriele Pauli und dem weiblichen Seehofer-Stolperstein aus Stadtlauringen. In den 120 Minuten auf der Bühne der Garitzer Turnhalle reihte der hyperaktive Dampfplauderer spöttische Anmerkungen zur Angie Merkel, boshafte Anekdoten zum Service der Deutschen Bahn oder Parodien auf Michael Glos und andere Polit-Schwergewichten aneinander, garnierte dies zur Freude seiner Fans mit bekannten Liedern wie „Krumbeernszelod“.

Mit Gelächter, kräftigem Applaus und aufmunternden Zurufen reagierte das Publikum auf das kabarettistische Feuerwerk des Garitzer „Dreggsaggs“, der sich mit der Elferratshymne „Sag mer, wo in Goritz“ verabschiedete.
    

Mainpost vom 17.09.2007

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