Siegfried Farkas kommentiert: Eine Frage der Professionalität

Uns bleibt doch nichts erspart: Mit einem Kommentar für den Fasching eintreten zu müssen, das ist für bekennende Faschingsmuffel schon eine ernste Prüfung. Allein, es geht kaum anders. Bad Kissingen macht es seinen Narren gar zu schwer.

Karneval und Narrentum, bunte Kostüme und schräge Reden gehören in der fünften Jahreszeit zur Kultur dieses Landes und dieser Region. Das muss auch einer anerkennen, der Tanz und Tollerei selbst nichts abgewinnen kann.

Es ist deshalb für die Verantwortlichen der Stadt keine Frage der persönlichen Einstellung, den Narren das Ausleben ihrer Leidenschaft zu ermöglichen. Es ist eine Frage der Professionalität. Den Ärger und die Enttäuschung dieses jämmerlich ins Wasser gefallenen närrischen Treibens hätte die Stadt den Beteiligten und dem Publikum jedenfalls leicht ersparen können.

Für die Absage verantwortlich gemacht haben die Narren vor Ort hauptsächlich Oberbürgermeister Karl Heinz Laudenbach. Und ganz kann er sich der Verantwortung auch nicht entziehen. Selbst wenn wir unterstellen, dass die Verteidigungsrede des Pressesprechers zutrifft, die besagt, Laudenbach habe mit dem konkreten Vorgang nichts zu tun, gilt doch: Wo ein politischer Wille ist, findet sich bei Schnee und Regen immer auch ein Weg. Zum Beispiel in die wetterfeste Wandelhalle.


  

Mainpost vom 05.02.2008

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