BTC-Vorsitzender fordert mit kritischen Worten mehr Engagement ein

Alexander Vorndran (25 Jahre), Karl-Heinz Wagner (40 Jahre) und BTC-Vorstand Nicolas Sauer.

Die Küche war das Revier von Karl-Heinz Wagner – dort war er viele Jahre der gewichtige Mann, der im Hintergrund für die Verköstigung der BTC-Gäste sorgte. Dafür wurde er bereits geehrt. Bei der Generalversammlung kam nun noch die Würdigung für 40 Jahre Mitgliedschaft hinzu.

Die Verbundenheit zum Biertümpel-Club Garitz kann sich zeigen wie bei Karl-Heinz Wagner, für den die Unterstützung bei vielen Veranstaltungen eine Selbstverständlichkeit war, oder wie bei denen, die sich durch ihre Mitgliedschaft eine Karte für die Elferratssitzungen oder eine Einladung zum Germanenfest erhoffen. Diesen feinen Unterschied machte BTC-Chef Nicolas Sauer bei seinem Jahresbericht. Darin beklagte er vor 50 anwesenden Mitgliedern, dass die Organisation und Durchführung einzelner Veranstaltungen oft „einigen wenigen, meist den gleichen Personen“ vorbehalten sei.

Das sei zu wenig, wenn es um das 50-jährige Jubiläum des Vereins gehe, das man im nächsten Jahr feiern möchte: „Wer sich für eine BTC-Mitgliedschaft entschieden hat, soll dies nicht nur als Recht zum Feiern, sondern insbesondere als Pflicht zum Mitarbeiten verstehen.“ Dies habe unter anderem Hubert Noppenberger bewiesen, als er mit viel handwerklichem Geschick die „BTC-Bank vor der ehemaligen Erholung“ erneuerte.

Dass viele Hände der mittlerweile 200 Mitglieder nötig sind, zeigte Sauers Rückblick auf die Aktivitäten: der Rathaussturm, die Elferratssitzungen, der „Kolping-Fasching“, die Mitwirkung am städtischen Faschingsdienstag, das Germanenfest und die Ausspielung des Vereinspokals. Die Elferratssitzungen unter dem Motto „Garitz – die fränkische Perle“ waren wieder die ausverkauften Höhepunkte der karnevalistischen Darbietungen der Stadt, so Sauer. Dabei waren die Rahmenbedingungen mit Außentemperaturen unter 20 Grad Celsius nicht optimal: ein beheizter Raucherpavillon war ebenso nötig wie ein Elektroheizgerät für den Kühlwagen.

Kritisch merkte Sauer auch an, dass zum ersten Mal „Zerstörungswut in der Herrentoilette“ die Aftershow-Party abrupt beendete. In unterhaltsamen Worten gab es noch Erläuterungen zu den anderen Aktivitäten, wobei Sauer bedauerte, dass gerade der Vereinspokal mit „Spielen rund um den Garitzer See“ eine schlechte Resonanz hatte. „Der Zuspruch von Ortsansässigen, aber auch von unseren eigenen, passiven Mitgliedern ließ sehr zu wünschen übrig.“ Das Minus in der Vereinskasse sei Beleg hierfür. Trotz dieser Wermutstropfen lobte er den Ideenreichtum und den Teamgeist im Verein und dankte Vorstand und Helfern für das Engagement.

Eine Mischung aus nicht erfreulichem Jahresergebnis mit einem Minus von 1150 Euro und guter finanzieller Basis im fünfstelligen Bereich präsentierte Kassier Hans-Jürgen Koch. Hier seien die Elferratssitzungen die Garanten gewesen, wogegen man beim Kolpings-Fasching und beim Vereinspokal draufgelegt habe.

Bei den Ehrungen wurden neben Karl-Heinz Wagner noch Alexander Vorndran, Dieter Schenkenberger, Paul Koch und Detlef Werner für 25-jährige Vereinstreue gewürdigt.

Bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Vereins geht die Tendenz zu einem eher kleinen Rahmen, weil man kein finanzielles Risiko eingehen möchte und die oben angeführte Mitgliederproblematik habe.

Zwei Termine gab es zum Abschluss der Versammlung: Am 11. November um 11.11 Uhr ist Rathaussturm mit der Reiterswiesener Fidelia, die Elferratssitzungen finden am 25. und 26. Januar statt.

 

Mainpost-Online 09.11.12

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