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Zahlreiche Ehrungen gab es dieses Jahr beim BTC.

 

Eine Elferratssitzung mit 338 Gästen ist nicht vorstellbar", stellte Nico Sauer fest. Der Vorsitzende der Garitzer Faschingsgesellschaft BTC lässt da keine Spielräume offen. Bei der Generalversammlung stieß er mit seiner Meinung auf breite Zustimmung bei den 67 anwesenden von insgesamt 197 Mitgliedern. Die mögliche Besucherzahl für eine Veranstaltung in der Turnhalle Garitz ist derzeit das Thema im Ort, und natürlich das Thema, das dem Verein unter den Nägeln brennt. Denn: "Wir können noch keine Karten drucken bzw. den Vorverkauf starten."
Schon im Jahre 2013 habe man mit den Vorgaben der Stadt kämpfen müssen, erinnerte sich Sauer. In zeitaufwändigen Gesprächen mit der Stadtverwaltung und noch mehr Arbeit habe man erreicht, dass die Auflagen für den Brandschutz und die Bestuhlung fast vollständig erfüllt wurden. Die strikte Anwendung der Höchstpersonenzahl sei "eine Verlagerung der Verantwortung und Haftung auf den Verein". Bislang waren immer deutlich mehr als 400 Personen zu den Faschingsveranstaltungen des BTC gekommen. Jetzt sollten es nur noch 338 sein. Die finanziellen Einbußen sind nicht zu verkraften.

Druck auf die Verantwortlichen

Für den Verein bedeute ein Verstoß gegen die maximale Hallenbelegung ein Erlöschen des Versicherungsschutzes und damit einer erhöhten Haftung der Verantwortlichen des Vereins. Bei der Stadt liegt ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung bezüglich der Hallenbelegung vor, die mit einem neuen Bestuhlungsplan die gesetzlichen Vorgaben anders auslegt, aber immer noch diesen Rechnung trägt.
Ein weiterer Knackpunkt waren die Regelungen des Bundesdatenschutzes, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regeln. Die Bestimmungen, so Sauer, müssen unabhängig von der Rechtsform und der Größe des Vereins umgesetzt werden. Im BTC dürften neun genau definierte Personen mit den personenbezogenen Daten umgehen, und dies wurde durch eine ausführliche "Datenschutzerklärung" als Ergänzung der BTC-Satzung festgelegt, erst einmal als "Vorrats-Beschluss" der Anwesenden. Dieser Beschluss soll den Mitgliedern schriftlich mitgeteilt werden und Teil der Satzung werden, wenn kein Einspruch erfolgt.

Verein besteht seit 50 Jahren

Sauer streifte die Feierlichkeit zum 50-jährigen Bestehen des Biertümpel-Clubs, die als vereinsinterne Veranstaltung im Herbst 2013 durchgeführt wurde und im Kurgarten-Café einen würdigen Rahmen fand. "Der Verein hat ein gutes Polster", stellte Kassier Hans-Jürgen Koch fest. Der Kassenbestand ging zwar zurück, aber mit dem Einzug der Mitgliedsbeträge sei das wieder ausgeglichen. Mit dieser Lastschrift werde auch über das SEPA-Verfahren informiert, das für die Mitglieder keine Veränderung bedeute.

 

 

Klaus Werner / Mainpost-Online 10.11.13

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